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Hier präsentieren wir das Ergebnis der Semesterarbeit von Björn Surowsky aus dem Leistungskurs "Kunst" der Fichtenberg-Oberschule (12. Jahrgang) mit dem Thema "Entwurf für ein Haus der Stille am Hermann-Ehlers-Platz (Rathaus Berlin-Steglitz)" . Theoretischer
Teil der Semesterarbeit (Haus der Stille) Das
Gebäude an sich (Material, Baukörper etc.) Mein
Haus der Stille besteht im Wesentlichen aus einer Halbkugel, die im Inneren
von einer Holzsäule gestützt wird. Als Material für die Halbkugel habe ich
Glas gewählt, welches eine Dicke von ca. 20 - 30 cm hat. Die Farbe des Glases
ist ein sattes, dunkles Grün, das an der Fassade ein wenig verspiegelt ist,
damit man nicht in das Innere der Halbkugel schauen kann. Um in das Innere des
Hauses zu gelangen, muss man über zwei Stufen auf die etwas höher gelegene
Plattform durch einen trichterförmigen Eingang gehen. Die Höhe dieses
Eingangs beträgt ungefähr drei Meter, die Höhe des gesamten Hauses ca. acht
Meter. Der Durchmesser der kreisförmigen Plattform, auf der die Halbkugel
steht, beträgt neun Meter, bei ca. 30 Metern Breite des Hermann-Ehlers-Platzes,
an der Stelle, an der mein "Haus der Stille" steht. Der Grundriss
ist, wie auch in meinen Skizzen und Entwürfen zu sehen ist, ein Kreis mit
einem Eingang zur Schloßstraße hin. Dieses Haus ist ausschließlich zur
Erholung von Passanten gedacht, die Stille suchen. Wie
kündet das Äußere des Hauses, von
der Stille in seinem Inneren? Beim
Nachdenken darüber, was ich mit Stille verbinde, dachte ich sofort an Wald,
an das Knacken des Unterholzes und das Vogelzwitschern. Aus diesem Grunde wählte
ich als Farbe für das Haus der Stille ein sattes, dunkles Grün, also ein Grün
welches auch die Tannennadeln im Wald haben. Außerdem besteht die Halbkugel
aus einem sehr dicken Glas, was sehr mächtig und beschützend wirkt und den Lärm
des Straßenverkehrs abhält. Ähnlich wie bei einer Pyramide, in der der
verstorbene König zur Ruhe gesetzt wurde, wirkt durch die geschlossene
Bauform auch mein "Haus der Stille" wie oben beschrieben. Da das
ganze Haus nur aus einem einzigen richtigen Baukörper besteht, vermittelt es
dem Betrachter Ruhe, weil sein Blick nicht gestreut, d.h. nicht auf viele
verschiedene Bauelemente verteilt, sondern auf einen einzigen Baukörper
fixiert wird. Auch der weiter unten beschriebene Geruch trägt dazu bei. Wie
lädt es Passanten ein, im Inneren Stille zu suchen? Zum
"Anlocken" von Passanten habe ich mir folgende Dinge überlegt: Die
meisten Leute laufen an der westlichen Seite des Hermann-Ehlers-Platzes
entlang, um entweder zur U-Bahn-Station oder zur Bushaltestelle zu laufen. Aus
diesem Grund führen von dieser belebtesten Stelle des Platzes zwei Waldwege,
d.h. ein weicher Boden mit Holzstückchen, zum zur westlichen Seite
gerichteten Eingang des "Hauses der Stille". Dieser Eingang hat die
Form eines Trichters, der die vorbeigehenden oder davor stehenden Menschen
geradezu "einsaugt". Da aber vielleicht nicht jeder Passant gleich
den Weg entdeckt, der zum Haus führt, sondert das Haus einen für den Wald
typischen Geruch (nach Tanne, Harz usw.) ab, den jeder vorbeilaufende Passant
wahrnehmen kann. Bei diesem Geruch denkt dann nahezu jeder an Wald, an Stille
und folgt diesem Geruch bis er schließlich auch an einen der beiden Wege
gelangt, die zu dem Haus führen, und folgt diesem, weil er neugierig ist und
wissen will, was es damit auf sich hat. Ich stelle mir das so ähnlich wie mit
einem Bratwurststand vor, von dem man auch zuerst den Geruch wahrnimmt und
schließlich schaut, woher genau der Geruch denn nun kommt. Auch das Gebäude
an sich wirkt auf den Betrachter geheimnisvoll, weil eine so große, gläserne
Halbkugel schon ungewöhnlich ist. Diese "geheimnisvolle Wirkung"
wird auch von dem Umstand unterstützt, dass man von draußen nur sehr schwer
erkennen kann, was sich im Inneren verbirgt.
Beziehung
des Hauses zu seinem Umfeld, Wirkung und Symbolik Mein
"Haus der Stille" wirkt durch seine geschlossene Bauart auf seine
Umgebung sehr abweisend, gleichzeitig jedoch bezieht es durch die leicht
verspiegelte Oberfläche die Umgebung mit ein, indem es die Bäume u.ä. in sich
spiegeln lässt. Auch eine Person, die sich im Inneren des Hauses befindet, fühlt
sich in gewisser Hinsicht mit der Natur verbunden, da man von Innen sehr gut
nach außen schauen kann und man dann die vielen Bäume sieht, von denen das
Haus umgeben ist. Die Holzsäule, die sich im Inneren des Hauses befindet, hat
eigentlich keine stützende Funktion, vielmehr soll es den Stamm eines Baumes
darstellen, der eine große Baumkrone in Form der dunkelgrünen, gläsernen
Halbkugel trägt. Das gesamte Haus stellt somit einen beschützenden Baum dar,
der als Symbol für den Wald steht. Die große Holzsäule kommt zusätzlich auch
der Wärme und somit der Gemütlichkeit im Inneren zugute. |
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Basiskurs Informatik (11. Jahrgang) Fichtenberg-Oberschule Berlin-Steglitz verantwortlich: Klaus-Peter Mühe März 2000 |